Die Verbreitung von Diskriminierung, Hass und Hetze im Internet, genannt „Hate Speech“, wird zunehmend alltäglich – vor allem in den sozialen Netzwerken. 91 % der 14-21jährigen haben bereits Erfahrungen mit Hate Speech gemacht (FORSA Studie 2016). Bestimmte Personen oder Personengruppen werden bewusst und gezielt online abgewertet, beleidigt und bedroht. Niemand muss diese rassistischen, antisemitischen oder sexistischen Kommentare akzeptieren.

Politische Agitatoren, Extremisten und Populisten setzen bei der Verbreitung ihrer Ideologie in hohem Maße auf soziale Netzwerke und jugendaffine Onlineportale. Insbesondere im Vorfeld von Landtags- und Bundestagswahlen ist dies von besonderer Bedeutung. Damit die Jugendlichen sich nicht von falschen Predigern beeinflussen bzw. von fake news blenden lassen, müssen sie auf die Diskussionskultur im Netz vorbereitet und ermuntert werden, Position für ein weltoffenes Miteinander zu beziehen. Es ist wichtig, junge Menschen zu sensibilisieren und ihr verantwortungsvolles politisches Bewusstsein und Urteilsvermögen zu stärken.

Der Workshop bietet Fachkräften aus Schule und Jugendhilfe vielfältige Informationen zum Thema Hate Speech und bietet konkrete Impulse für die praktische Arbeit mit Jugendlichen.

Referentinnen:

Ute Stratmann
Landeshauptstadt Düsseldorf
Zentrum für Schulpsychologie – Gewaltprävention und Krisenintervention an Schulen

Christel Müller-Spandick
Landespräventionsstelle gegen Gewalt und Cybergewalt an Schulen in Nordrhein-Westfalen